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Engagierte und talentierte Trainer, die Spaß an der Arbeit mit Kindern haben, sind bei uns herzlich willkommen. Gesucht werden Trainer für´s Groß- und Kleinfeld. Bei Interesse bei Thomas Niedernhuber Mobil 0174/3137008 melden.


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Was braucht man für ein Fußballspiel?

Einen Ball? Ja.

Zwei Mannschaften? Wäre nicht schlecht.

Und?


1


 

Einen Schiedsrichter!

 

 

Ohne jemanden, der weder für die eine, noch für die andere Seite ist. Ohne jemanden, der nüchtern und objektiv entscheiden kann, wenn man sich nicht einig ist. Ohne so jemanden kann man auch nicht Fußball spielen.

 

Warum sollte man so jemand sein? Warum sollte man sich aktiv zwischen zwei „Fronten“ stellen, wobei man, wenn man es genau betrachtet, niemals gewinnen kann? Warum braucht man jemanden, der in kritischen Situationen die Richtung vorgibt, das Maß bestimmt, den Überblick bewahrt?

 

Wenn man sich dafür entscheidet, dieser „Entscheider“, „Überblicker“ oder „Linienvorgeber“ zu sein, hat man aus meiner Sicht einen unschätzbaren Wert für den Fußball erreicht.

 

eins

 

Ohne Zweifel wird einem viel abverlangt als Schiedsrichter. Einschränkung der kostbaren Freizeit. Psychische Belastung - Druck von außen und innen. Sicher auch körperliche Belastung.

 

Immer weiß ich, dass ich „alleine“ auf dem Platz bin. Der Trainer, vor dem Spiel dein bester Freund, wird während des Spiel plötzlich zum überschäumenden Vulkan. Vielleicht aufgrund einer Fehlentscheidung. Vielleicht war die Entscheidung auch richtig, er will sie aber nicht verstehen. Vielleicht ist er auch nur sauer auf die Leistung seiner Mannschaft, sucht jetzt aber einen „Blitzableiter“.

 

Alles auf den ersten Blick irgendwie negative Dinge. Oder? Betrachtet man das alles mal aus einer anderen Perspektive, dreht sich das Ganze doch etwas.

 

Einschränkung der kostbaren Freizeit? Ja, das ein oder andere Bundesligaspiel muss tatsächlich dran glauben. Aber was man dem Fußball damit durch Eigenleistung zurückgeben kann, ist eventuell mehr wert, als einfach nur zuzugucken und pauschal zu kritisieren. Drei Zeitlupen später kann jeder entscheiden. Psychische Belastung? Ja, sowohl von außen als auch von innen.

 

Von außen prasselt alles gleichzeitig auf einen ein. Spieler, Betreuer, Fans … auch das Wetter kann mal seinen Teil dazu beitragen. Hier und jetzt den kühlen Kopf zu bewahren, sachlich seine Linie verfolgen und mit Persönlichkeit auf dem Platz die Richtung vorgeben. Das sind Merkmale, die schreibt man sich doch gerne zu. Innerer Druck heißt, immer den Drang zu haben, seine beste Leistung abzurufen. Auch wenn es vermeintlich um nichts geht. Über eigene Fehler ärgern, um daraus dann die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Ich erwähne gerne folgendes Zitat aus einer Reportage: „Der Kreisligaspieler bekommt eben auch den Kreisligaschiedsrichter. Da kann man keine fehlerfreie Leistung erwarten.“ Ich sage, wer das sagt, hat keine Ahnung. Niemand kann immer perfekt „performen“. Aber der eigene Ansporn, immer an sein Limit zu gehen, das möchte doch jeder gerne über sich sagen können.

 

Körperliche Belastung? Ja. Wenn ich will, dass meine Entscheidungen akzeptiert werden, dann muss ich nahe am Geschehen dran sein. Den Schwung der Aktion spüren. Das geht nur über konsequente Laufarbeit von der ersten bis zur letzten Minute. Spieler - egal ob Erwachsene oder Jugend, Herren oder Frauen - haben oft ein Gespür dafür, was „zu weit weg sein“ heißt. Wenn ich Akzeptanz für meine Linie erreichen möchte, führt an körperlicher Fitness kein Weg vorbei.

 

7

 

Am Ende steht zumeist die Anerkennung von vielen, die genau genommen nichts mit mir zu tun haben. Spieler, Betreuer, Fans. Nichts klingt besser in den Ohren, als „der beste Mann auf dem Feld“ gewesen zu sein, „ohne Probleme“ das Spiel geleitet zu haben, einfach seinen Job „souverän“ gemacht zu haben.

 

Ich habe erst im Alter von 20 Jahren aktiv darüber nachgedacht, Schiedsrichter zu werden. Erst als beruflich die aktive Fußball - „Karriere“ sowieso keinen Sinn mehr ergeben hat. Rückblickend betrachtet verstehe ich gar nicht, warum ich mich dieser durch alle Facetten bereichernden Herausforderung nicht eigentlich schon früher gestellt habe.

 

 

Felix Zimmermann

SR-Obmann Fußballabteilung TSV Gilching-Argelsried e.V.

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